Von Karl Schmidt
1.Teil 1950-1960
Das Gründungsjahr war 1950. Aus ehemaligen Kurrendanern und deren Vätern hat der damalige KMD Hans Wien den Posaunenchor ins Leben gerufen. Hans Wien hatte zu diese Zeit schon die Leitung des Männerchores, des Stadtkirchenchores, der Kurende, des Mädchenchores und natürlich war er Kantor und Organist von Stadtroda.
Die Instrument, auf denen geblasen wurde, stammten meist aus Privatbesitz oder waren geliehen. Sie wurden dem Posaunenchor dann geschenkt.
Als ich 1952 inoffiziell zum Posaunenchor kam waren wir etwa 10 oder
12 Bläser. In der Hauptsache war ich jedoch noch Sänger in der
Kurende. Hier die Aufstellung der Bläser aus jener Zeit.
Familie Schönberg 3 Bläser mit Vater Ventilposaune,
Sohn (Manfred) Flügelhorn, Gerhard und Wolfgang Tenorhorn
Herr Köhler Tiefbaß in Es Geschenk von Dr. Walling
Familie Schieferdecker 3 Bläser Jobst Waldhorn, Wolfgang
Flügelhorn, Georg Flügelhorn
Familie Danz Lothar Zugposaune, Otto ?
Familie Glück Manfred Trompete Werner Flügelhorn
Schneider Werner Zugposaune
Söhne von Herrn Wien 2 Bläser Eberhard Trompete, Frank
Waldhorn
Diesing Kurt Flügelhorn
Hermann Siegfried Flügelhorn
Knipper Martin Flügelhorn
In diesen Jahren war ein ständiges Kommen und Gehen. Meine ersten
Töne durfte ich auf einem Tenorhorn blasen. Da ich aber lieber Trompeter
werden wollte wechselte ich das Instrument. 1955 bekam der Posaunenchor
ein Piston geschenkt, welches ich blies. Zu dieser Zeit bestand der Chor
aus 15-18 Bläsern. Als Notenmaterial hatten wir nur das Posaunenchoralbuch.
Trotzdem waren wir bei vielen Einsätzen zu hören wie in Gottesdiensten,
zu Beerdigungen, Ständchen, dem Pfingstgottesdienst in den Waldecker
Buchen und zum Ewigkeitssonntag auf den Friedhöfen von Stadtroda und
Quirla. Am Heiligen Abend zur Christvesper durften wir die Stadtkapelle
von Stadtroda unterstützen. Später übernahm dann der Posaunenchor
dann allein das Blasen am Heiligen Abend.
Auf dem Alten Markt
Die anfänglich spärliche Ausstattung an Notenmaterial besserte sich und damit konnten wir unser Repertoire erweitern. Es wurde aus dem Alten Kuhloheft Volkslieder, Alte Bläsermusik, 6 Peter Intraden und Sätze von Herrn Wien geblasen. Als Pfarrer wirken in dieser Zeit Oberpfarrer Haseroth und Superintendent Mehlhorn, der Superintendent Reichelt ablöste.
1956 verstarb plötzlich und für uns alle unfassbar KMD Wien. Nach den Tode von Herrn Wien übernahm der damalige Lippersdorfer Posaunenchorleiter und spätere Landesposaunenwart Jüterbog für kurze Zeit die Chorleitung des Stadtrodaer Posaunenchors. Damit begann auch für den Posaunenchor eine unruhige Zeit mit oft wechselnden Chorleitern.
1957 KMD Dietl
1958 KMD Dill
Immer mehr Bläser verließen den Chor, so dass in den Übungsstunden manchmal nur noch 5-6 Bläser anwesend waren. Trotzdem wurde unser Dienst gebraucht. Die Vielzahl der Bläsereinsätze beweisen dies. Unter anderem nahmen wir an den Glockenweihen in Schlöben, Ruttesdorf, Mennewitz, Gröben und Großbockedra teil. In diese Zeit fällt auch die Teilnahme an den Posaunentagen in Münchenbernsdorf. Auf diesem fielen die bekannten Worte des damaligen Landesbischofs Dr. Mitzenheim: " Laut blasen kann jeder, aber leise blasen ist die Kunst."
Gern erinnere ich mich auch an die Landesposaunentage dieser Zeit
1958 Arnstadt
1959 Rudolstadt
Posaunentag Rudolstadt
1959 ging Superintendent Mehlhorn in den Ruhestand und Pfarrer Ertel
übernahm die Stelle. Oberpfarrer Haseroth wurde durch Oberpfarrer Kuhnert abgelöst.
Veranstaltungen zum Jubiläum Einladung ehemalige Bläser Weiter